Teil eines Werkes 
3. Band (1846)
Entstehung
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Welch ein beſcheidener Ton, welch' ein anſtändi⸗ ges Benehmen Das iſt unmöglich dieſelbe Perſon, die ich mit Fournichon im Tilburh geſehen und mir und Carotin die Zunge entgegengeſtreckt hat. Dieſes junge Mädchen exiſtirt doppelt! Denn es iſt wohl nicht gut anzunehmen, daß ſie nur in Fournichons Geſellſchaft ſich ſo beträgt und daß ſie nur mir gegen⸗ über ein decentes Betragen erheuchelt.

Mit dem Wunſche, daß es ſchon wieder Morgen wäre, kehre ich in meine Wohnung zurück. Ich weiß nicht, wie ich mich am geeigneteſten dabei benehmen ſoll, wenn ich ihr ſage, daß ihr Vater in Paris iſt. Es iſt am beſten, daß ich offen mit ihr rede, und ſie vor Allem wegen meines Betragens in dem Magazine um Verzeihung bitte.

Die ganze Nacht hindurch kommt mir kein Schlaf in die Augen.

Schon früh ſtehe ich wieder auf aber um ſieben Uhr Morgens kann ich doch Roſa keinen Be⸗ ſuch abſtatten, das wäre ja unſchicklich. Ich will arbeiten es iſt aber nicht möglich. Ich würde zu Carotin gehen, aber ich weiß im Voraus, daß er meiner Bewegung ſpottet und ſie in's Lächerliche zieht; und doch kann ich mir im Grunde der Seele nicht verbergen, daß ich Roſa immer noch liebe, daß ich trotz der Fehler, die man ihr votwirft, ſie nicht aus meinem Herzen verbannen kann.

Seitdem ich das Portrait des guten Herrn Meu⸗ nier vollendet habe, kommt er nur Nachmittags zu

Carvtin 11I. 3