Teil eines Werkes 
3. Band (1846)
Entstehung
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abgiebt. Ich laſſe ihn ruhig ſchreien, wie er in der Regel zu thun pflegt, um die Aufmerkſamkeit der Vorübergehenden auf ſich zu richten. Als er aber eine Zuſammenkunft von mir verlangt, gebe ich ihm einen ſo derben Fußtritt auf den Allerwertheſten, daß er einen Satz, mindeſtens ſechs Fuß weit, macht. Dann ſage ich ihm:

Dabei erinnern Sie ſich gefälligſt an meine Adreſſe, die ich Ihnen ſchon einmal gegeben habe, Herr Nicanor, und nehmen Sie es als Angeld, da⸗ mit ich dies Mal beſtimmt auf Sie rechnen kann.

Mein Fußtritt hatte eine magiſche Wirkung; ohne auch nur ein Wort zu erwidern flog der Lion wie ein Pfeil davon.

Die Dame bleibt ſtehen; dann nähert ſie ſich mir und will einige Worte des Dankes ſtottern ſie ſieht mich an und ſtockt ich ſtoße einen Schrei der Ueberraſchung aus.

Es iſt Roſa, die vor mir ſteht, Roſa, einfach und beſcheiden gekleidet und auf dem Kopfe einen kleinen, ſchwarzen Hut, der einen Theil des Geſichts verdeckt. Aber ſie iſt immer noch ſchön, immer noch verführeriſch, und in dieſem Augenblicke um ſo mehr, da ſie faſt ſo vor mir ſteht, wie ich ſie das erſte Mal geſehen habe.

Ich bin ſo bewegt, als ich mich dem jungen Mädchen gegenüber ſehe, daß ich kaum die Worte ſprechen kann:

Wie Sie, Mademoiſelle?