Teil eines Werkes 
3. Band (1846)
Entstehung
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Jetzt ſehen wir aus wie Polizei⸗Spione Das iſt allerliebſt! Deine Art und Weiſe, Jemanden auf⸗ zuſuchen, bietet ſehr viel Unannehmlichkeiten dar. Du thuſt am beſten, wenn Du allein ſuchſt; ich werde meiner Wege gehen.

Den folgenden Morgen ſtehe ich ſehr früh auf. Da ich erſt um zehn Uhr Beſuch erwarte, gehe ich aus. Ich durchſtreiche auf gut Glück mehrere Stadt⸗ theile und gehe in eine Menge Häuſer mit der Frage:

Wohnt hier Herr Fournichon?

Oder:Mamſell Roſa Meunier?

Und überall erhalte ich die Antwort:

Mir unbekannt!

Ich muß, ohne meinem Ziele um einen Schritt näher gekommen zu ſein, nach Hauſe zurückkehren. Um zehn Uhr kommt Roſa's Vater.

Der brave Greis reicht mir wie einem alten Freunde die Hand.

Nun, noch keine Nachricht?

Noch nichts und Sie?

Ich bin nicht glücklicher, als Sie.

Nur Geduld, Paris iſt ſehr groß, und wenn Ihre Tochter in der Stadt iſt, was ſich wohl an⸗ nehmen läßt, ſo verſichere ich Sie, daß wir ſie finden.

Der Greis ſeufzt und ſchüttelt traurig den Kopf. Dann ſetzt er ſich und ich arbeite.

Während des Arbeitens rede ich mit ihm von Roſa, und alles, was er ſpricht, wenn ich ſchweige, bezieht ſich auf Roſa.