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ſehr empfindlichen Manne zu thun habe und fürchte, entweder zu viel oder zu wenig zu verlangen.— Endlich ſpreche ich zu ihm:
„Siebzig Franes. Finden Sie das zu theuer?“
„Nein, mein Herr, der Preis iſt annehmbar. Wann können wir anfangen?“
„Morgen, wenn Sie wollen. Sie mögten wohl recht bald das Portrait beſitzen.— Sind Sie preſſirt?“
„Unglücklicherweiſe, nein! Aber ich mögte es ſein— Wenn ich gefunden habe, was ich in Paris ſuche, reiſe ich wieder ab. Für den Augenblick weiß ich nicht, wann? Doch, fangen wir morgen immer an. Um welche Stunde?“
„Zehn Uhr Morgens. Iſt es Ihnen recht?“
„Vollkommen; ich bin immer frei. Alſo mor⸗ genfrüh zehn Uhr. Ich werde mich pünktlich ein⸗ ſtellen.“
„Ich werde Sie erwarten, mein Herr.“
Der Greis grüßt und entfernt ſich.
Ich weiß nicht, warum dieſer Mann mich inte⸗ reſſirt. Er iſt für mich keiner von den gewöhnlichen Leuten, die wir malen und dann nicht wiederſehen. Dieſer Mann erregt in mir den Wunſch, ſeine Be⸗ kanntſchaft zu machen. Es wird mir ein Vergnügen ſein, ihn zu malen, denn er hat einen ſchönen Kopf und außerdem etwas, was mich anzieht— ich kann es aber nicht ausſprechen.


