Teil eines Werkes 
2. Band (1846)
Entstehung
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15⁰

Die Frauen haben Recht, wenn ſie den Tanz lieben, denn es iſt oft nur ein kleiner Pas genügend, eine graziöſe Haltung oder eine wollüſtige Stellung, um Eroberungen zu machen. Und doch thut man Unrecht, eine Frau nach dem Tanze zu beurtheilen, der Tanz täuſcht gewaltig. Ich habe in dieſem Fache meine Studien gemacht, die ich nächſtens zur Beleh⸗ rung meiner Zeitgenoſſen veröffentlichen werde.

Die lange, blonde Frauensperſon, die ſo träge tanzt und unaufhörlich bald rechts, bald links ſieht, aber nie nach ihrem vis-avis, dient in einem Poſa⸗ mentirgeſchäft und beſitzt eine ungeheure Gefräßig⸗ keit. Für eine Portion Milchreis kannſt Du ihr Lieb⸗ haber werden; ſie iſt nicht ſchön, aber auch nicht theuer.

Größtentheils haben dieſe Damen unter den Studenten ihre Liebhaber; diejenigen, die keinen haben, kommen hierher, um einen zu bekommen, dies iſt das Bequemſte.§

Willſt Du Dir eine ausſuchen? Ich werde die Freundin nehmen, wenn ſie eine hat, um Dir gefäl⸗ lig zu ſein; ich thue Alles, was man verlangt, denn ich bin ſehr gefällig.

Carotin, ich werde mich wieder entfernen, denn Roſa iſt nicht hier!

Getreuer Colin, Du jammerſt mich. Ich will tanzen, will Bekanntſchaften machen. Wenn ich an einem und demſelben Abende nach Mabille und der