Teil eines Werkes 
2. Band (1846)
Entstehung
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lebt; die Strohhütte bleibt dieſelbe. Nicht allein, daß ihre Beliebtheit nicht abnimmt; ſie ſcheint im⸗ mer mehr noch in Aufnahme zu kommen. Leute vom beſten Ton machen ſich ein Feſt daraus, bei dem Wirthe der Strohhütte in einem Gartenzimmer, das nach dem Tanzplatze hinausgeht, ihr Mittagsmal einzunehmen, ſo daß ſie während der Mahlzeit Stu⸗ denten und Griſetten im Galopp vorbeiſchweben ſehen.

Fügt man dem noch hinzu, daß der Wirth gut und nicht zu theuer iſt, ſo kommt es nicht überraſcht, wenn dieſe Zimmer ſo geſucht ſind, daß man vorher Beſtellungen machen muß, um eins zu erhalten.

Carotin kennt faſt alle Tänzerinnen, und wäh⸗ rend meine Blicke vergebens Roſa ſuchen, ſpricht er zu mir:

Ah, da iſt ja die blonde Feodora ſie hat die niedlichſten Beine auf dem ganzen Balle; des⸗ halb trägt ſie auch eben ſo kurze Kleider, wie die Schweizermädchen. Sie iſt eine Schnürleibmacherin und beſitzt eine beſondere Virtuoſität, das Fiſchbein gut hineinzuſtecken.

Siehſt Du dort das breitgedrückte Geſicht mit dem breitgedrückten Buſen und einem dergleichen Kleide? Dies Geſicht gehört einer Modiſtin. Sie hat weder etwas Hübſches in ihrem Geſichte noch in ihrer Geſtalt, und dennoch hat ſie immer eine Menge Männer, die ihr den Hof machen. Warum? Sie verſteht ein gutes Balancé zu machen.