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„Ihr jungen Leute bewundert ſo etwas nicht!— Es bleibt doch herrlich!“
„Verzeihen Sie, Herr Lebergevis, ich finde dieſe Gruppe ſehr ſchön; aber der Marmor iſt ſehr kalt— ein gewöhnliches Lächeln jenes jungen Mädchens, das dort vorbei geht mit ihrer ſchlanken Taille— ich muß es frei geſtehen— übt einen größern Ein⸗ druck auf mich aus, als eine Statüe.“
„Vandale!“
„Haben Sie nur Statuen bewundert, Papa Lebergevis?“
„Freundchen, ich bewundere auch die Frauen, wenn ſie bewundernswürdig find, wenn ihre Formen rein ſind, ihre Züge untadelhaft und ihr Gang edel.“ „Teufel auch! Dieſe Eigenſchaften werden Sie wohl nicht oft in einer und derſelben Perſon ver⸗ einigt finden, dann wäre ſie ja vollkommen und die Vollkommenheit iſt ſehr ſelten. Sind Sie verhei⸗ rathet, Papa Lebergevis?“
„Ja, mein Freund, ja, und dem Himmel ſei Dank, ich beſitze meine Frau noch.“
„Vereinigt Ihre Frau Gemahlin alle jenen Vor⸗ züge, die Sie verlangen, um eine Frau zu bewun⸗ dern?“
„Nein— o da fehlt noch viel! Meine Frau war einmal hübſch, das iſt Alles. Ich habe ſie nur geheirathet, um zu Hauſe meine Suppe eſſen zu können und nicht in eine Reſtauration gehen zu müſſen.“
Carotin. M. 3


