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Sie ſoviel Zerſtreuungen, Vergnügen ſelbſt, die nichts koſten?
Man kann das Muſeum, die Bibliotheken, das Arſenal, den botaniſchen Garten, das königliche Schloß beſuchen. Auf den Boulevards finden Sie Charlatane, Taſchenſpieler, Marionettenkaſten und Gaukler aller Art.
Sie können die Kaffeehäuſer beſuchen, deren es in jedem Stadttheile unzählige giebt, können darin verweilen ohne etwas zu genießen und fünf oder ſechs Journale leſen, wenn Sie nämlich raſch leſen.
Finden Sie wohl eine Stadt, wo ſolche An⸗ nehmlichkeiten ſich Ihnen darbieten?
In Paris giebt es viele Laſter; aber auch die Tugenden ſind nicht ſelten. Das Gute und das Böſe halten ſo ziemlich die Balance. Kunſt und Wiſſenſchaft vereinigen ſich hier.
Die Dummheit des Glückskindes und des Em⸗ porkömmlings wird durch den Griffel der Karrikatur gegeißelt, und mitten aus dem Wirbel, der unauf⸗ hörlich an Ihr Ohr ſummt, können Sie viel Nütz⸗ liches behalten, viel Gutes ſich aneignen.
Es giebt keine Stadt, wo Sie freier und unge⸗ bundener leben können, als in Paris, und wenn das Glück vorzüglich in der Freiheit beſteht, ſo iſt wenig Vermögen vonnöthen, wenn man nämlich da⸗ bei ein wenig Philoſoph iſt, in Paris glücklich zu leben.


