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„O, das iſt nicht nöthig!“
„Erlauben Sie, ich leide nicht, daß Sie ſich er⸗ kälten, ich würde mir Zeit meines Lebens Vorwürfe darüber machen.“
Carotin zieht Herrn Fournichon den Rock aus, bekleidet ihn mit einer alten Blouſe, ſetzt ihm ein Kaskett auf den Kopf und führt ihn in die Mitte des Ateliers, indem er ſpricht:
„Meine Herren, ich ſtelle Ihnen hiermit einen neuen Kameraden vor: er bittet um die Umarmung.“
Fournichon hatte nichts verlangt; aber ſchon er⸗ greift man ihn, preßt ihn in die Arme und einer ſchiebt ihn dem andern zu, wie einen Gliedermann.
Der Eine drückt ihm das Geſicht und läßt etwas darauf zurück, wodurch eine Reinigung nöthig wird. Der Andere macht ihn ſchwarz.
Noch ein Anderer nimmt Honig, das er ihn auf die Backen ſtreicht, und ſtellt ſich, als ob er ſein
Beſicht von dem Fournichon's nicht wieder abreißen
kann.
Dieſer pudert ihm das Haar mit Tabak, jener nieſſt im Augenblicke der Umarmung.
So muß das arme Schlachtopfer durch die Hände von neun und dreißig Eleven wandern. Als er die Arme des Letzten verläßt, ſieht Herr Fournichon weder ſchwarz, weiß, noch blau aus; man kann ſeine Züge nicht mehr erkennen.
Wie ein Packet fällt er auf eine Bank. Ver⸗ drießlich ruft er:


