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Als Herr Fournichon mit Carotin und mir in den Saal tritt, iſt eben ein Zögling auf die Schul⸗ tern eines ſeiner Kameraden geſtiegen, ein Anderer hält ihn wie ein Pferd am Kopfe, und dieſe Herren promeniren ſo durch den Saal, indem ſie eine menſch⸗ liche Phramide bilden. Als die Eleven einen Frem⸗ den zu ſich eintreten ſehen, wenden ſich Alle um, ihn zu prüfen.
„Meine Herren,“ ſpricht Carotin,„ich ſtelle Ihnen hier einen Schauſpieler aus der Provinz vor, einen vollendeten Tragöden, der Paris nicht hat ver⸗ laſſen wollen, ohne Ihre Bekanntſchaft gemacht zu haben.“
Herr Fournichon grüßt, ſich mit Grazie verbeu⸗ gend, rechts und links. Niemand erwidert ſeinen Gruß; aber Jeder ſtellt laute Betrachtungen über ihn an.
„Der Herr iſt ſehr häßlich!“
„Warum kommt er mit einer falſchen Naſe hier⸗
her? Naſe weg, mein Herr!“
„Carotin, ſage Deinem Herrn, daß er die Naſe abnimmt!“
Fournichon ſieht mich an und faßt verlegen nach ſeiner Naſe. Ich gebe ihm deutlich zu verſtehen, daß dies nur ein Scherz iſt.
Jetzt glaubt er laut lachen zu müſſen, um den Beweis zu liefern, daß er den Scherz verſteht. Aber die Eleven rufen:
„Er verſagt uns den Reſpekt!“


