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Bühne, ich nehme ſchnell meine Zeichnung wieder zur Hand und will mein Werk, gut oder ſchlecht vollenden, als mein unglücklicher Nachbar mit dem Vogelkopfe ſich umwendend bemerkt, daß ich zeichne. „Ach,“ ſprach er,„Sie fertigen ein Portrait, ohne Zweifel das der Schauſpielerin auf der Bühne. Erlauben Sie, daß ich ſehe, ob es ähnlich iſt?“
Anſtatt es dem Herrn zur Anſicht zu geben, be⸗
eile ich mich, mein Buch zu ſchließen, ſtecke es ruhig in die Taſche und antworte ihm:
„Es verlohnt ſich nicht der Mühe, es iſt zu ſchlecht.“
„Ach, das iſt ſehr different. Ich finde die Schau⸗ ſpielerin nicht hübſch; es giebt aber Leute, die ganz toll darüber ſind— mir unbegreiflich!—
„Man erzählt ſich, daß ein junger Mann ihret⸗ wegen wie ein Fürſt verſchwendet, daß er ihr giebt, was ſie verlangt. Die Erfahrung hat gelehrt, daß man den Herrn, die das Geld zum Fenſter hinaus⸗ werfen, um eine Schauſpielerin zu unterhalten, nicht trauen darf; ſie gewinnen es auf eine ganz beſondere Art und Weiſe. Wir haben ſeit kurzer Zeit viele Beiſpiele erlebt. Dieſe Damen ſollten doch in Er⸗
fahrung zu bringen ſuchen, mit wem ſie zu thun
haben.“
Auf jeden Fall iſt der Herr mit dem Vogelkopfe nicht ſo dumm, als ich ihn geſchätzt habe; aber er iſt die Urſach, daß ich meine Zeichnung nicht wieder zur Hand nehmen kann, denn ich muß fürchten, jetzt


