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verborgen iſt; aber ich möchte es wohl wiſſen. Sonſt bin ich noch nie neugierig geweſen, Naturerſchei⸗ nungen zu ſehen.
Zu meiner Linken ſitzt eine bejahrte Frau, bür⸗ gerlich gekleidet, mit einer Miene fern von Anma⸗ ßung, aber ein wenig ernſt. Man ſah auf der Stelle, daß es keine Perſon war, mit der man plaudern konnte.
Neben dieſer Dame ſaß eine junge Perſon.—
Ah! Dieſe verdient unſere ganze Aufmerkſamkeit.
Sie hat ein charmantes Geſicht, braunes, bei⸗ nahe ſchwarzes Haar, ſchöne blaue Augen voll Lieb⸗ lichkeit und Milde, eine kleine Stumpfnaſe, die dieſer verehrungswürdigen Perſon etwas keckes, muthwil⸗ liges verlieh.— Auf Ehre, ſie iſt reizend— und nun ihre Zähne, die ich jetzt erſt ſehen kann,— Dank einem leiſen Lächeln, das der Komiker auf der Bühne bei ihr bewirkte— bei Gott! Es ſind Per⸗ len in Roſen eingefaßt, mit einem ſchon oft ge⸗ brauchten Ausdrucke zu reden! Aber das weiß ich beſtimmt, daß ich niemals ſchönere weiße Zähne ge⸗ ſehen, niemals einen friſchern Mund;an dem Unter⸗ theil der rechten Wange befindet ſich ein kleines ſchwar⸗ zes Fleckchen, deſſen Anblick einen köſtlichen Eindruck hervorbringt— und nun erſt die Stirn, die ich noch nicht bemerkt hatte,— welch' eine hohe, ſchöne, weiße Stirn!— Die Haare ſind künſtlich abgetheilt und mit vielem Geſchmacke und ſorgfältig arrangirt.
Ich liebe das, wenn eine Frau auf ihr Haar viel
Carvtin. I. 2


