Teil eines Werkes 
1. Band (1846)
Entstehung
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Habe ich auch Geld genug bei mir?

Ich befühle meine Hoſentaſchen die eine iſt leer, aber die andere umſchließt zwei 40 Sous⸗ und ein 30 Sous⸗Stück.

Element! Ich bin ſehr reich!

Stolz lenke ich meine Scrite nach dem T zwter de la Gaité und nehme mir einen Platz im Orcheſter.

Es wäre öconomiſcher geweſen, in das Parterre zu gehen; aber ich muß geſtehen, daß mein Geſchmack ſehr ariſtokratiſch iſt, und dort ein ſtarker Athemzug der Freiheit weht. Ich bin nicht gern in der Nähe ſolcher Leute, die ſchmutzige Hände haben und nach Zwiebel oder Wein riechen.

Ich will damit nicht geſagt haben, daß alle Leute, die im Orcheſter ſind, eine tadelloſe Reinlichkeit be⸗ ſitzen. Gott bewahre! Auch dort iſt es ſehr gemiſcht; der Schein trügt, und Sie wiſſen ja, wie gern und leicht man ſich vom Scheine verleiten läßt.

Ich befinde mich im Saale. Das Schauſpiel hat begonnen, die Schließerinnen eilen mit geſchäftigen Mienen durch die Korridors, die kleinen Stühle gehen von Hand zu Hand und die Schlüſſel können die Thüren nicht mehr öffnen; einige dieſer Damen irren ſich ſogar und öffnen ein kleines Kabinet, in das man gar nicht zu gehen wünſcht. Das Gewitter über⸗ raſcht eine Menge Leute, die auf den Boulevards ſpaziren gehen und treibt ſie in das Theater; die Kaufleute fluchen, die Theaterdirectoren lachen; den Einen ſchadet der Regen, den Andern nützt er.