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Bewegung zu ſetzen, damit Du all das Glück, das ich Dir vor⸗ behalten habe, beſſer ſchätzeſt. Sei glücklich, mein Freund, ich gebe Dir ein reizendes Kind und eine anbetungswürdige Frau, bei welcher Du die Zeit nicht mehr lang finden wirſt; erſtlich,
weil Du vernünftiger biſt, alsdann, weil ſie Talente beſitzt,
welche das Innere eines Hausweſens verſchönern, und weil ihr Geiſt gebildet iſt, Du daher auch von andern Dingen, als nur von Liebe, mit ihr ſprechen kannſt... Dies iſt eine herrliche Unterhaltung, meine Kinder: allein man muß ſich immer Etwas in dieſer Beziehung zu ſagen haben, man muß ſich nicht gleich im Anfang erſchöpfen, und dies thatet Ihr während des erſten Aufenthalts Suzon's im Hötel.“
„Mein lieber Oheim!“ ſagte Guſtav, dem Oberſten an den Hals ſpringend, von nun an werde ich beſtändig ſein. Bei Su⸗ zon, Ihnen und meiner Tochter will ich das Glück finden, das ich im Strudel der Intrignen und Tollheiten vergeblich geſucht habe.— Mein Freund, die Jugend muß vertobt haben: Du haſt Dein Feuer weggeworfen, deſto beſſer; dies beruhigt mich über
Deine Zukunft.“
„Ach, Guſtav!“ ſagte Suzon, die Hand ihres Freundes er⸗ greifend, ich hätte nie geglaubt, daß ich je ſo glücklich würdel... Wer hätte mir geſagt, als Du in unſer Dorf kamſt, daß ich Deine Frau würde...— Mein liebes Kind,“ ſagte der Oberſt, die beiden Liebenden vereinigend,„Sie haben mir bewieſen, daß Tugenden, Sanftmuth, Verſtand und Schönheit Geburt und Ver⸗ mögen erſetzen können.“


