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Zweifel mehr. Die furchtbaren Seelenkämpfe, die körperlichen Anſtrengungen, welche Montalto während der Kriegsmonate er, duldet hatte, mußten ſeinen Körper aufreiben, den ein ſittenloſes Leben ohnedies geſchwächt hatte. Jetzt war er nur noch ein Schatten ſeiner ſelbſt. Bleich, mit hohlen, aber unheimlich glän⸗ zenden Augen lag er in den Armen ſeiner Gattin, die ſein mat⸗ tes Haupt an ihren Buſen drückte. Nur noch kurze Zeit konnte der Geiſt dieſen erſterbenden Körper bewohnen, das ſah man deutlich an dem blauen Schimmer, der ſich über ſeine Schläfe legte, an den eingefallenen Wangen, der ſpitz hervortretenden Naſe. Seine Hände fuhren ängſtlich auf dem Deckbette herum, ſeine Stimme war heiſer, und er rang nach Athem, doch aus ſeinen Blicken leuchtete noch das volle Verſtändniß, und das Be⸗ wußtſein einer Schuld, die ihm über das Grab hinwegfolgte
— Wo ſind meine Kinder? fragte er, und Iduna winkte Richard und Margarethe herbei.
— Wir haben eine wunderbare Entdeckung gemacht, ſagte die Herzogin, der Wachtmeiſter Friſchmuth bringt uns die Ge⸗ wißheit, daß Richard unſer rechter Sohn, Arthur der der Fürſtin Donato iſt.
— So ſegne ich Dich, mein Richard, ſagte der Kranke, folge den Rathſchlägen Deiner edlen Mutter und lebe ſo, daß Du nicht zu ſterben brauchſt, wie Dein unglücklicher Vater. Ich habe ſchwer an Euch geſündigt, meine Kinder, als ich Euch dem mütterlichen Buſen entriß, es war der ſchändliche Venturo, der mich durch Drohungen zwang, Euch an ihn auszuliefern. Ver⸗ gebt mir das.
Die Kinder warfen ſich über ſein Vett und bedeckten ſein Eeſicht und ſeine Hände mit Thränen und Küſſen, bis Iduna, die allzugroße Aufregung fürchtend, ſie entfernte.
— Und wo iſt Alice, meine älteſte Tochter? fragte der Herzog.
— Noch weiß ich es nicht, antwortete ihm ſeine Gattin.
Da trat Graf Ottomar Iſſelhorſt hervor.
— Wer auch Bece ſein mag, ſagte er, ich erbitte mir ihre
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