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ärgerlich zurück, da begegnete mir ein Dienſtmädchen, mit dem ich ein Liebesverhältniß hatte. Wohin ſo früh? fragte ich.
— In die Apotheke, gab ſie zur Antwort. Die Frau Her⸗ zogin von Montalto iſt ſoeben von einem Knaben entbunden worden.
Ich ließ ſie laufen, mir ſchoß ein Gedanke durch den Kopf. Dem Herzog von Montalto hatte ich Jahre früher ſeine Tochter genommen, ich konnte ihm dafür einen Sohn geben.
— Und dieſen Sohn hatten Sie mit einem blauen Fleckchen auf der Schulter gezeichnet? unterbrach ich ihn.
— Nun ja, fagte er, daß ich in meines Doktors Studirſtube rannte und den Jungen mit dieſem Fleckchen verſah, das eben hatte mich ſo lange aufgehalten, und ſo wurde aus dem Knaben ſtatt des Kaiſerlichen Prinzen ein Herzog.
— Den Sie hinterher raubten und zu der alten Margot brachten, ſagte ich.
— Du lieber Gott, ſeufzte er, was thut man nicht fürs Geld!
Ich gab ihm die Tauſend Thaler. Nun aber waren die vier Stunden um, die ich Urlaub hatte, ich mußte zurück nach Verſailles, mußte meinen Dienſt thun und ſchlich mich dann durch die Wachen, um Ihnen zu ſagen, was ich erfahren habe.
Niemand hatte Friſchmuth unterbrochen, ſie lauſchten in athemloſer Spannung. Jetzt erhob ſich die Fürſtin Gabriele, ſie ſchwankte auf Friſchmuth zu, ihre Wangen waren mit Thränen überfluthet, beide Hände ſtreckte ſie ihm entgegen:
— Dank lieber, treuer Freundl
Das waren die einzigen Worte, die ſie hervorzubringen ver⸗ mochte. Wilhelm nahm ihre kleinen weißen Hände und drückte Küſſe darauf.
— Nun, ſagte ich es Euch nicht! rief der Graf Reinhold, an dem darf Keiner zweifeln, der iſt brav vom Scheitel bis zur Fußſohle!
— Ich habe Sie verkannt, ſagte die Herzogin, verzeihen Sie mir!
— Sie kennen nur den Pariſer Pöbel, erwieder'e ihr Friſch⸗
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