Teil eines Werkes 
4. Band (1870)
Entstehung
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zu verſtatten. Er weigerte ſich deſſen natürlich, da bot ich ihm Geld, und das machte ihn geſchmeidig. Für tauſend Thaler wollte er mich zu dem Gefangenen laſſen, aber er rieth mir zur Eile, denn in einer Stunde, ſagte er, kann er erſchoſſen oder aus der Stadt gebracht ſein. Ich lief in die Wohnung der Frau Fürſtin und fand ſie nicht, ich bat Daniel um Geld, er weigerte ſich, mir welches zu geben, obgleich er den Schlüſſel hatte, ich kam hierher, um die mir nöthige Summe zu erpreſſen, ich machte eine Skandalſcene, ja, denn ich wollte lieber als ein liederlicher roher Geſell vor Ihnen erſcheinen, als geſtehen, wozu ich das Geld brauchte, und dadurch in dem Herzen Maria Fiſchers der Frau Fürſtin Donato, Hoffnungen erwecken, die ſich vielleicht nicht erfüllten. So kam ich athemlos zu dem Gefängniß

zurück und händigte dem Aufſeher tauſend Thaler ein. Dieſer

ſagte mir, ich hätte kaum noch eine Viertelſtunde vor mir Iſidor ſollte verhört und gerichtet werden. Ich kam zu ihm. Er gab ſeine Sache keineswegs für verloren.

Kann Geld Ihnen helfen? fragte ich.

Geld und Liſt, verſetzte er.

Gut, ſagte ich, hier ſind tauſend Thaler für ein Geheim⸗ niß, das iſt gewiß nicht ſchlecht bezahlt.

Es kommt darauf an, was Sie zu wiſſen ſ fragte er dagegen.

Ich verlange zu wiſſen, wo Sie das Kind gelaſſeh ha⸗ ben, welches der Doktor Bernard Ihnen in jener Nacht übergab, Sie wiſſen ſchon, damals als er den Ring erhielt, den Sie ihm entwandten.

Er lachte.

Wenn es weiter nichts iſt, die Sache hat keine Wichtig⸗ keit mehr für mich. Ich habe das Kind in die Tuilerien getra⸗ gen, um einen Prinzen daraus zu machen, aber ein Anderer war mir zuvorgekommen, denn dem Leibarzt war die Zeit lang geworden, und in der Ungeduld nahm er den erſten beſten Jun⸗ gen, der ihm geboten wurde, Kinder giebt es ja genug in Paris, und Mütter, die ſie ſo gern verkaufen, auch. Ich ging ſehr