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ſie klangen nach, wo nur ein Herz für Deutſchlands Größe ſchlug. Die kleinlichen Schranken welche bisher Norden und Süden unſeres Vaterlandes getrennt hatten, waren an dieſem denkwürdigen achtzehnten Dezember gefallen, und es war, als habe Gott unſerer Heimat ein reiches Freudengeſchenk zur frohen Weihnachtszeit geben wollen, indem er die ſchönſte Krone auf das Haupt des⸗ jenigen Fürſten ſetzte, der ihrer am würdigſten war.
Der Tag wurde im ganzen Lager auf das Feſtlichſte be⸗ gangen, und in den nie endenden Geſchützdonner der franzöſiſchen Forts klang es mit unauslöſchlichem Jubel hinein: Es lebe der deutſche Kaiſer, es lebe der Kaiſer Wilhelm der Erſte!
Wo ſich der Kronprinz zeigte, dem die Deputirten gleich nach dem Könige ihre Aufwartung machten, da wurde er mit lautem Hurrah begrüßt, wo der Graf Bismarck ſich ſehen ließ, da dankte man es ihm, daß ſeine Staatsklugheit ſo Großes zu Wege gebracht hatte.
Die Franzoſen, welche dieſes nicht endenwollende Hurrah und Vivat mit anhörten, vermochten es ſich nicht zu erklären, und es wurde ihnen angſt bei dem Jubel ihrer Feinde. Trochu aber wollte den Beweis liefern, daß er Richts von den böſen Nach⸗ richten glaubte, welche ihm von der Loire⸗Armee zugekommen waren, und daß er noch immer die Hoffnung hegte, die feindlichen Belagerungsheere zu durchbrechen. Am einundzwanzigſten De⸗ zember verſuchte er einen erneuten Ausfall, der ſich dieſes Mal gegen die Stellung der preußiſchen Garden und der Sachſen richtete.
Die Franzoſen brachen wieder mit ihrem gewöhnlichen Un⸗ geſtüm hervor und warfen ſich mit einer ſolchen Verſchwendung von Pulver und Blei auf die Belagerer, daß dieſe auf einen Augenblick zurückwichen, doch nur, um die Angreifer deſto näher kommen zu laſſen. Kaum hatten ſie dieſen Haufen Natio⸗ nalgarden und Linie dicht vor ſich, ſo fuhr eine Salve wie da Donnerwetter unter ſie und räumte gewaltig auf, dann ging es mit Huſſah drauf lös, die Gewehre eingelegt, die Bajonnette gefällt, das war ein Anlauf, dem Nichts Stand halten konnte.
Die Franzoſen wichen, die Garden und die Sachſen hinterher,


