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41. Kapitel. Das deutſche Kaiſerthum.
Die Nachricht, daß der General Chanzy vom Prinzen Friedrich Carl und dem Großherzog von Mecklenburg geſchlagen worden war, gelangte bald in das königliche Hauptquartier zu Verſailles und wurde von da aus dem geſammten Deutſchland bekannt gemacht.
Auch die um Paris ſtehenden Truppen erfuhren davon, und der Jubel war unbeſchreiblich. Eben hatten dieſe wackeren Krieger das Weihnachtsfeſt fern von den Ihrigen gefeiert, da
ſchien es ihnen nun, als ſendeten die Kameraden von der Loire⸗ armee ihnen eine nachträgliche Feſtfreude, die ſie nicht dankbar genug aufnehmen konnten.
Es war gerade in dieſer Zeit geweſen, wo ſie es mitten in den beſtändigen Gefahren doch anerkennen mußten, daß ihre Stellung eine gewiſſermaßen bevorzugte war, denn während die anderen Truppenkörper ſich auf langen Märſchen ermüdeten,
agen ſie meiſt in ihren Quartieren und brauchten nur ſelten die kalten Winternächte unter freiem Himmel zuzubringen.
Da man ſie immer zu finden wußte, ſo kamen die heimiſchen Liebesgaben bei ihnen weit pünktlicher an, als bei denen, welche an jedem Tage ihr Quartier wechſelten, und ihre Verpflegung konnte deswegen eine beſſere ſein.
Wer den Vorpoſtendienſt hatte, der wußte gewiß von An⸗ trengungen und Gefahren zu reden, wer beſtändig auf der Hut gegen das mörderiſche Geſindel der Franktireurs ſein mußte, wer
die oft ſoblutigen Kämpfe gegen die Pariſer Armee durchzu⸗ fechten hatte, der dutfte mit dem vollſten Rechte den höchſten Lorbeer beanſpruchen, aber es gab dazwiſchen gemüthliche
S unden, die den übrigen Soldalen nur zu oft ſehlten.
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