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Tod! Jetzt fiel die heilige Stadt faſt ohne Schwertſtreich dem König Victor Emanuel zu, aber er nahm keinen Antheil an die⸗ ſem Freigniß, ſondern begrüßte laut die Republik. Als Gene⸗ ral eines vollſtändig geordneten Heeres hat Garibaldi niemals Großes geleiſtet, nur als Führer von Freiſchaaren hatte er ſich ausgezeichnet. Dies erkannte auch Gambetta und machte ihn zum Oberbefehlshaber aller irregulären Truppen in Frankreich.
Das erregte jedoch die Eiferſüchteleien der übrigen franzö⸗ ſiſchen Generale, vorzüglich Cambriels, und nach langem Gezänk hielt es Guiſeppe Garibaldi endlich für gerathen, ſich ſeinem eigenen Vaterlande ſo nah als möglich anzuſchließen Ueber die Alpen kamen ihm einige italieniſche Flüchtlinge zur Hilfe, die daheim nichts zu verlieren hatten, die Schweiz vermochte nicht, ein paar tollkühne Abenteurer davon zurückzuhalten, daß ſie ſich an ihn anſchloſſen, die Uebrigen waren hergelaufene Menſchen aus allen Nationen, von denen Jeder nur ſeinen eigenen Vortheil ſuchte Sie verlangten dus Recht, ihre Offiziere ſelbſt wählen zu dürfen, aber auch dieſen leiſteten ſie keinen Gehorſam In den Bergen fanden ſie weder ſo viel Nahrung, als ſie wünſchten, noch die erſehnte Beute, um die es ihnen hauptſächlich zu thun war. Ihre Bewaffnung war anfangs die ſchlechteſte von der⸗ Welt, Uniformen beſaßen ſie nicht, und da ſie alle Sprachen der Welt redeten, verſtanden ſie ſich kaum untereinander.
Garibaldi ſelber war alt, krank und unfähig, ſolch' einen Haufen in Ordnung zu halten, ſeine Söhne Riceiotti und Me⸗ notti, und ſein Schwiegerſohn Canzio plagten ſich mit ihnen ab, und in den Gefechten, in denen ihnen der General von Werder ſtets Schaden beibrachte, richteten ſie gar nichts aus, bis Bour⸗ baki ſeine Armee den Deutſchen entgegenwarf, in der thörichten Abſicht den General von Werder nach dem Elſaß zurückzudrängen und dann in Deutſchland einzubrechen.
Viel gefährlicher als dieſe Garibaldianer waren die Frank⸗ tireurs oder Freiſchützen. Sie trugen keine Uniform außer der Hoſe mit dem rothen Streifen, ſonſt hatten ſie die blaue Blouſe des Landmanns an und thaten ſo unſchuldig, als wären ſie friedliche Bürger, bis ſie den Deutſchen aus einem Hinterhalte


