Teil eines Werkes 
2. Band (1870)
Entstehung
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ten Male, ſo ſtehen wir als Lügner da, und in dem anderen Falle wird man es ihm verdenken, wenn er vielleicht aus Liebe zu ſeinen Söhnen dem Kaiſer Schaden bringt. Nein, beſſer iſt es, zu ſchweigen, wenn man uns auch für undankbar hal⸗ ten ſollte!

Nun drang aber der Ulan ſo ſehr in ihn, daß der arme Junge nicht wußte, was er anfangen ſollte. Aber Gabriele kam ihm zu Hilfe.

— Laſſen Sie ihm Zeit, bat ſie, indem ſie ſich an Wilhelm wandte. Das arme Kind hat ſo viel gelitten. Sie aber haben ihn und ſeinen Bruder vom Hungertode errettet, Sie haben Ar⸗ thur mit Gefahr Ihres eigenen Lebens bis hierher gebracht, voll⸗ enden Sie nun Ihre Wohlthaten gegen die beiden Knaben, in⸗ dem Sie nicht länger nach Dingen fragen die ſie verheimlichen möchten.

— Aber dieſe Verheimlichung iſt ja Unſinn! verſetzte Friſch⸗ muth. Wir ſind in ganz kurzer Zeit in Paris. Ich könnte die Jungen mit mir hin nehmen, wenn ich wüßte, an wen ich ſie da abliefern ſol Was nützt die Geheimnißkrämerei? Hör' zu, Ri⸗ chard, wenn Du mir jetzt nicht die volle Wahrheit ſagſt, ſo liefere ich Dich als Gefaugenen aus und dann ſchicken ſie Dich nach Spandau oder ſonſt wo hin.

— O, nein, nein! bat der Knabe, laßt mich wenigſtens bei meinem Bruder.

— Sei ruhig, Richard, er meint es nicht ſo böſe, tröſtete ihn Maria Fiſcher. Arthur iſt krank, ſeht nur, wie mühſam ſeine Bruſt ſich hebt Wenn er verſtünde, was Ihr hirr redet, denkt nur, wie es ihn aufregen möchte! Nein, lieber Friſchmuth, ſo lange der Knabe ſo leidend iſt, dürfen Sie ihn nicht von ſeinem Bruder trennen, und wenn Sie fürchten ſollten, daß es mit der Vergangenheit dieſer Kinder eine unredliche Bewandtniß hat, ſo bitte ich Sie, mein Zeugniß anzunehmen. Ich kenne ihre Mutter, es iſt eine der edelſten Frauen in Paris, und ſie iſt keine Fran⸗ zöſin, man ſagte mir, ſie ſtamme aus meinem„ſte ſtamme aus Italien.

Gabriele hielt zur rechten Zeit inne, ſonſt hätte ſie es ver⸗