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— Dieſe Schmach werden wir mit Blut abwaſchen, tröſtete ihn der Kaiſer.
— Riemals, wenn es ſo weiter geht! rief ſein Marſchall. Das iſt kein Heer, das iſt eine Heerde unbezähmter und unbe⸗ zähmbarer Wilden. Sehen Sie auf Deutſchland, da folgt Alles ein und demſelben Befehle, hier thut Jeder, was er will. Ich kann meine Ordres geben, aber niemals bin ich ſicher, daß ſie befolgt werden, meine Adjutanten, anſtatt in jedem Augenblick für mich bereit zu ſein, ſitzen bei ihren Geliebten, die Soldaten lungern betrunken herum, die Bürger ſind außer ſich, der klagt über verletztes Eigenthum, jener fordert die Unſchuld ſeiner Toch⸗ ter zurück. Iſt das Mannszucht? Vor dem Feinde ging es noch, aber wir ſind im eigenen Lande, wir ruiniren unſer eige⸗ nes Fleiſch und Blut, das iſt die Vernichtung Frankreichs, das iſt der Untergang, das Verderben!
Der Kaiſer hatte ſich höchſt unmuthig auf ſeinem Stuhle gekrümmt.
— Dieſe Truppen, ſagte er, ſtanden lange unter Ihrem Kommando. Weſſen Schuld iſt es, wenn ſie nicht beſſer gewöhnt ſind?
— Meine etwa? fuhr Mac Mahon auf. Haben Sie mir nicht die Offiziere geſchickt? O es war eine Luſt zu kommandiren, als wir noch in Rußland und in Italien waren! Jetzt traut Keiner dem Andern, Jeder widerſpricht dem Willen ſeines Vorgeſetzten, und dabei ſtehen wir einem Feinde gegenüber, wie wir ihn nie⸗ mals furchtbarer vor uns hatten!
— Dieſen Feind, ſagte der Kaiſer, hat mein großer Onkel zu wiederholten Malen geſchlagen.
— Ja, damals! rief der Marſchall. Aber wir ſind in der Kriegszucht zurückgegangen, und ſie ſind fortgeſchritten, ſie über⸗ flügeln uns in Allem. Ich kenne dieſe Deutſchen, ich ſah ihre Paraden in Berlin, ihre Manöver, das geht wie durch ein Uhrwerk regiert, Alles leitet dieſelbe Triebfeder, während bei ns Aber wen klagen Sie an? fragte der ungeduldige Mo⸗
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