Teil eines Werkes 
2. Band (1870)
Entstehung
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die⸗

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ten wohl, daß es harte Arbeit geben würde, hatte man doch den Ungeſtüm kennen gelernt, mit dem er ſchon in Böhmen ins Feuer gegangen war. Jetzt ließ er ſeine Leute in Eilmärſchen vorwärts marſchiren, denn es galt, die Moſel zu beſetzen, damit Bazaine nicht hinüber konnte. Da gab es weder Ruhe noch Raſt, weiter, weiter ging es, und man wartete nicht, bis das Eſſen gar geworden war, wer Fleiſch hatte, begnügte ſich, es weich zu klop⸗ fen und zu ſalzen, es ſchmeckt auch ganz gut, wenn man ſtatt des Salzes Pulver hineinreibt.

Glücklich, wem der Labetrunk in der Feldflaſche nicht aus⸗ ging. Wer von Weitem die Moſel rauſchen hörte, wer mit bren⸗ nender Kehle darauf zu eilte und nach Waſſer verlangte, um den unerträglichen Staub hinunterzuſpülen und neue Lebenskraft zu gewinnen, für den war es eine harte Prüfung. Die Sonne brannte glühend heiß, kein Schatten erquickte die eilenden Wande⸗ rer, das Torniſter drückte und ſcheuerte den Rücken, die Stiefeln wur⸗ den zu einer unerträglichen Qual für die ſchmerzenden Füße, in Strömen rann der Schweiß von den ſtaubbedeckten Stirnen, und ſo am Ufer ſtehen, vor ſich das Waſſer rieſeln ſehen und nicht hinunter dürfen...

Da verwünſchte mancher in ſich hinein die Strenge der Dis⸗ ziplin und dankte doch nachher Gott, daß er feſt geblieben war. Ein kalter Trunk nach ſolchem Marſch giebt den Tod, deswegen dieſes unerbittlich ſtrenge Geſetz. Aber es war nicht das einzige Leid auf dieſem Wege. Solche Gewaltmärſche halten nur ſtarke

WMänner aus. Hier und da ſah man Einen matt werden, die

Füße wollten nicht mehr Takt halten. Da ſtimmte Einer ein friſches Lied an, es fielen Andere ein, die Melodie ermunterte etwas, es ging wieder auf ein Weilchen.

Oft auch wurde Schweigen geboten der Feind mochte in der Nähe ſein, dann wurde das Marſchiren noch beſchwerlicher. Und der arme Menſch, den ſchon vorher die Kraft verlaſſen hat, ſchwankt mit brechenden Knieen und glanzloſen Augen da⸗ hin. Wohl nimmt ihm ein gutmüthiger Kamerad für einige Zeit das Gewehr ab, doch nützt das nicht viel, er kann nicht fort,

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