Teil eines Werkes 
2. Band (1870)
Entstehung
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dennoch nicht, umzukehren, denn ſchon knallte es hinter ihm, die alte Margot trieb die Strolche an.

Haut ihn todt, ſtecht ihm die Augen aus, er iſt ein Deutſcher, reißt ihm das Herz aus dem Leibe! ſo klang ihre kei⸗ fenbe gellende Stimme.

Und plötzlich jauchzte ſie auf.

Ich habe ihn, ich habe einen der Affen wieder!

Jetzt ſiel es Wilhelm ein, was Richard ihm von der Marke⸗ tenderin geſagt hatte, bei der ſie ſo üble Tage verleben mußten. Er wollte den armen Jungen nicht im Stiche laſſen

Hätte ich nur wenigſtens mein Pferd und meine Lanze, dachte er.

Da vernahm er ein luſtiges Wiehern dicht hinter ſich. Ga⸗ briele war mit Ri hard abgeſtiegen, und das frei gewordene Pferd eilte zu ſeinem Herrn. Mit einem Satze war Friſchmuth im Sattel.

Jetzt ſollt Ihr ſehen, was ein Ulan iſt, ſagte er und legte die Lanze ein.

Die Bauern krochen hinter die alten Zäune.

Das hilft Euch nichts, da ſtöbere ich Euch ſchon vor, lachte er ihnen entgegen.

Die zweite Piſtole ſteckte noch geladen in der Halftertaſche, da blitzte ein Schuß, er ging dicht an ſeinem Bein vorüber.

Gut, jetzt weiß ich, wo du biſt, ſagte der Soldat und ſchoß durch den Zaun, ein lautes Gebrüll verkündete ihm, daß er gut getroffen hatte, das alte Lattenwerk praſſelte auseinander.

Jetzt blos noch vier, das macht ſich ſchon, meinte der Ulan. Der umfallende Zaun hatte die Kerle bloßgelegt. Hei, wie fuhr er mit der langen Lanze unter ſie, ein Schuß ging los, doch ehe er traf, lag ſchon der Schütze röchelnd am Boden, die Spitze der Pike war ihm durch den Hals gegangen, das Fähn⸗ lein färbte ſich blutigroth.

Da riſſen die Andern aus, er aber ſprengte ihnen nach, die Schecke nahm den alten Zaun mit einem prächtigen Satz und die Lanze fuhr einem der Flüchtlinge zwiſchen die Schultern Aber plötzlich fuhr das Thier zurück, für Friſchmuth war es ein Glück