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ſich bisweilen deutſcher Uniformen bedienten und auf Spionage ausgingen. War es ſo einer, ſo hatte ſie nichts zu hoffen, dieſe Leute konnten grauſam werden, wenn man ſie auf ſchlechten We⸗ gen ertappte, und gewiß, es war kein guter Weg, den dieſer Mann durch Nacht und Nebel verfolgte.
— Nun, rief er wieder, giebt es keine Antwort? Soll ich mit der Pike in den Klumpen Unglück hineinſtechen, der da am Wege kauert?
Da hob die Frau ihr edles bleiches Angeſicht empor.
— Wohl iſt es Unglück, das hier auf Erlöſung hofft, ſagte ſie ſanft aber feſt, hüten ſie ſich, es zu vermehren.
— Soll mich der Teufel! brach der Reiter los, iſt das eine Nacht für eine Frau, um im freien Feld zu ſitzen, und noch dazu mit Kindern, wie es ſcheint? Aber wo, um des Himmels Willen, wollen Sie denn hin?*
Zum Lazareth von Herny, verſetzte ſie, in. etwas von ſeinem Ton beruhigt. Können Sie uns den Weg dahin zeigen?
— Das iſt verflucht weit, wenn Sie We ſind.
— Miüde und hungrig, wir ſind beides“
— Aha, das dacht ich doch. Aber warten Sie einmal, da⸗ gegen weiß ich Rath.
Er ſprang von dem Pferde herab, ſuchte in den Sattel⸗ taſchen und zog ein Brot und ein Fläſchchen hervor.
— Da, nehmen Sie, ſagte er treuherzig, es ſollte für mor⸗ gen ausreichen, aber es findet ſich ſchon noch was.
Die Frau nahm dankend das Gebotene, unterdeſſen holte
der Reiter ein Feuerzeug hervor, und ſtrich ein Schwefelholz für
ſeine Pfeife an, offenbar nicht, um ſie in Brand zu ſetzen, ſon⸗ dern, um bei dem Schimmer zu ſehen, mit wem er es zu thun hatte.
— Iſt es denn möglich, rief er, als er das bleiche Geſicht erblickte, das iſt Marie Fiſcher.
Sie winkte ſtumm mit dem Kopfe.— Aha, alſo darum wol— len Sie in das Lazareth. Nun hören Sie, ich bin eben auch in ſolch' einem verdammten Neſt geweſen, wo es nichts giebt als Heulen und Zähneklappern. Wir waren hinter den Turkos yer, 2


