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Zweifache Treue : Erzählung / von L. Kruse
Entstehung
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derjahren ſehr klein, blaß und kränklich, ſchien von einer zarteren, beinahe koͤnnte man ſagen fremdartigen Natur zu ſeyn⸗ Die Mutter liebte Beide gleich; die äl⸗ teſte, Anna, aber war, wenn wir uns ſo ausdruͤcken duͤrfen, materieller, als die blaſſe, ſchmächtige Fanny ein eng⸗ liſcher Schiffskapitain war ihr Pathe ge⸗ weſen welche die ruſtige Frau mit ei⸗ ner zarten, faſt ehrerbietigen Scheu um⸗ armte, als fuͤrchtete ſie die fremde, ei⸗ ner wärmeren Sonne angehörige Pflanze zu verletzen, die ſie, der muͤtterlichen Liebe ungeachtet, ſich nicht recht anzu⸗ eignen wagte. Der Vater ſchien dies nicht zu bemerken, und theilte, in frei⸗ lich in der Einſamkeit des Hausſtandes nur ſelten recht aufgeregten Augenblicken an alle Kinder eine gleiche Liebe aus. Auch war es, als hinge das ſonderbare Kind mit größeter Liebe an ihm, als