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Zweifache Treue : Erzählung / von L. Kruse
Entstehung
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Verpflichtungen ſeines Amtes mit bar⸗ ſchem Ernſte ausuͤbte. In ſeinem Hauſe

ſchien dieſer, alter Sitte gemäß, faſt im⸗

mer obzuwalten, weshalb die Kinder nur ſchuͤchtern dem ſtrengen, jedoch ge⸗ rechten und daher dennoch Vater naheten.

Er hatte ſpät geheirathet, ſeine ſchlichte, tuͤchtige Frau, die aus dem be⸗ ſchraͤnkten Bezirke des kleinen Ortes, wo auch ſie geboren, niemals gekommen, war die erſte vertraute Dienerin des Mannes, und die vergůtende liebevolle Mutter ſeiner Finder. Dieſe beſtanden aus einem noch kleinen Knaben und zwei aufbluͤhenden Toͤchtern. Die aͤlteſte der Letzteren war ein bluhendes heiteres Mad⸗ chen, durch eine vielverſprechende fruͤhe Fuͤlle der eben nicht ſehr einheimiſchen

Anmuth von ihren Geſpielinnen verſchie⸗

den. Die Juͤngere, in den erſten Kin⸗