— denn es iſt keine Macht, als von Gott, und alle ſind von Gott verordnet worden; wer alſo der Macht widerſtrebt, der widerſtrebt den Anordnungen Gottes: durch dieſen regieren die Könige.“———
Erasmus ſah mit fragenden Mienen das liebende Paar an, die aber Eins in des Andern Augen, wie es ſchien, eine freundlichere Zukunft erblickten; worauf Vater Erasmus ſcherzend ausrief:
Nun, lieber Sohn Franz Karl,— was ſagen Sie denn nun zu meinem Hanſelmännchen? Wackelt das Köpfchen aus Hollundermark nicht wieder ganz vergnügt oben auf? Aber ich beruhige mich mit einem neuen Spruch, den ich inzwiſchen kennen gelernt. Lacht nur im⸗ merhin, daß er wieder von meinem braven Moſer her⸗ rührt. Der herrliche Mann ſagt nämlich:
„Wir werden unſer Ca ira denken, ohne es zu ſin⸗
gen, aber uns mehr Zeit nehmen, als die National—
verſammlung der Franzoſen.“——
Pfarrer Chambion kam aus dem Garten, und fragte, welchen Tag die Trauung ſein ſollte.
Uebermorgen, antwortete Franz Karl raſch und mit lächelndem Blick auf ſeine erröthende Fides.
Und während der Pfarrer die Notiz in ſeinen Ta⸗ ſchenkalender nahm, ſagte er verwundert vor ſich hin:
Juſt derſelbe Septembertag, an welchem vor zwei Jah⸗ ren der Handwerksburſchenunfug in Mainz war!
Wo ich dich zum erſtenmal ſah, Fides!
Und ich dich, Franz Karl.
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