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zugelaſſen. Und von Forſter hört' ich unterwegs, daß heftige Gicht, und wer weiß, welches Seelenleid ſein ed⸗ les Leben bedroht.
Eine tiefe Stille feierte die fromme Trauer der Her zen. Nach einer Weile fuhr Erasmus fort:
Ach, dies beklagenswerthe Mainz! Dort haben Ei⸗ nigkeit und Vertrauen ſich in Haß und Mißtrauen ver⸗ wandelt. Tückiſche Schadenfreude und zügelloſe Ueppigkeit begegnen einander auf den Schutthaufen des alten Wohl⸗ ſtands. Der Adel ſchickt ſich wieder an, in gedankenloſer Beſchäftigung und frivolem Betragen darzuthun, daß es über dem denkenden und arbeitenden Bürgerthume eine erhabenere Gattung von Menſchen gebe, und die Prieſter⸗ ſchaft legt dem vom Unglück verzagten Volke mit alten Kunſtgriffen neue Ketten an. Da habt ihr die neueſte Verordnung des Weihbiſchofs und Provicars vom 31. Auguſt! Hierin wird das Volk umſtändlich über die von den unrechtmäßigen Prieſtern geſpendeten Sakramente belehrt. Die Taufe der Kinder wird noch für giltig an⸗ geſehen: man will doch einmal keine Wiedertäufer; alle geſchloſſenen Ehen aber werden für nichtig erklärt, und die Eheleute auseinandergeriſſen, um ein neues Sakrament nachzuſuchen. Die Sünder, die jenen Prieſtern gebeich⸗ tet, werden zu anderweiter Buße angewieſen, und die mit ungiltiger Abſolution Verſtorbenen der Barmherzigkeit Gottes empfohlen; während ihre Hinterbliebenen der Ver— zweiflung ihrer Seelenängſte überlaſſen bleiben. Am Schluß dieſer Verordnung heißt es,— hört doch, ihr Kinder!— heißt es:
„Ein jeder Menſch ſei der höhern Macht unterthänig,


