Teil eines Werkes 
3. Theil (1847)
Entstehung
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lies weiter, lieber Herr und Gebieter! Ich muß mir doch etwas von den ſchönen Worten und Redensarten zu eigen machen, die mir vorhin gar zu fremd und kalt vorgekom⸗ men ſind. Nun lies doch!

Franz Karl ſchlang ſeinen Arm um ihre echicer und las weiter:

Vor Allem wollen wir zum eignen Wohl unſerer Unterthanen die vorige Ordnung der Dinge wiederher ſtellen. Zu dem Ende heben wir alle von der fran⸗ zöſiſchen Generalität, dem anmaßlichen Convent, Ad⸗ miniſtration und Municipalität getroffenen Verfügungen, ertheilten Geſetze und Verordnungen wieder auf, und erklären dieſelben für null und nichtig.

Nein, nein! lachte Franz Karl. Die vorige Ordnung der Dinge können wir Beide nicht brauchen. Wir wollen die allerneueſte Ordnung der Dinge. Aber, ich fange doch auch mit Aufheben an, und hebe dich, liebſte Fides, auf meine Knie. Ich bin nur der Thron meiner Herrin und Gebieterin. Wir erklären uns für die neue Ord nung der Freiheit und Gleichheit, der Freiheit im Küſſen und der Gleichheit durch Umarmung, wobei im mer Eins ſo viel hat und bekömmt, als dus Andere.

Nachdem Beide lachend dieſe neue Ordnung eingeſetzt, und durch Wiederholung beſtätigt hatten, las Franz Karl leiſe weiter bis zu den Worten:

Uns ferner die mit ruhmvoller Standhaftig⸗ keit erprobte Treue zu beweiſen; dagegen auch von Uns überzeugt zu ſein, daß wir keinen andern Wunſch in Unſerm Herzen nähren, als den Reſt unſerer Tage