Teil eines Werkes 
3. Theil (1847)
Entstehung
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wechſelt, die nach Frankreich überſiedeln wollen. Ich habe ſchon im Voraus Wohnung für dich und deine Mutter bei der wackeren Frau Gertrud, meiner Gevatterin, ein⸗ richten laſſen. Dort ſeid ihr meine lieben Nachbarinnen; indeß ich Alles für den glücklichen Tag vorbereite, der uns, nach der Rückkehr deines Vaters, mit heiliger Weihe zu einer einigen, frohen Familie verbinden ſoll. Für uns Alle iſt Raum in meinem ſtillen, friedlichen Hauſe. Nichts fehlte bis jetzt auf jenem paradieſiſchen Sitze, als eine Herrin wie meine Fides!

Sie ſank an ſeine Bruſt. Mutter Hildegard kam dazu. Sie hatte auf dem überfüllten Markte gute Ein käufe gemacht, und deckte mit behaglichem Lächeln den Abendtiſch.

Franz Karl nahm den bedruckten Bogen vom Fuß⸗ boden auf, und ſetzte ſich ans Fenſter, die Proelama⸗ tion des Kurfürſten an ſein Volk zu leſen. Sie war am Tage des Einzugs verbreitet worden und von Aſchaffenburg aus datirt. Bei einzelnen Stellen lächelte der Freund ſtill vor ſich hin, andere las er halb laut, und rief endlich Fides herbei, ſie mit anzuhören. Komm, mein Herz! ſagte er. Die braven Kinder be⸗ kommen da vergoldete Nüſſe beſchert. Er las:

Wir haben mit gerührtem Herzen und der lebhaf⸗ teſten Freude die beharrliche deutſche Treue und Stand⸗ haftigkeit erfahren, womit unſere gutgeſinnten Unter⸗ thanen

Ich bin deine Unterthanin! unterbrach ihn Fides, indem ſie ſich auf dem Fußbänkchen neben ihm niederließ, und ſich mit traulichem Lächeln auf ſeine Knie ſtützte. Nun