Teil eines Werkes 
2. Theil (1847)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

wäre Neugiet von mir, etwas vom ſeligen Becker, vom alten Backhaus und von deinem Backwerk zu hören? Nein, nur deine Ehrlichkeit als Freund wollt' ich prüfen. Oder du glaubſt wol, ich wüßte nichts, weil ich früher nichts davon geſprochen? Oder willſt dich jetzt eines Jugendſtreiches ſchämen und des Unglücks, das dir doch deine ganze rühmliche Laufbahn geöffnet hat?

Was faſelſt du oder der Wein aus dir, Anton!

Franz Anton, heiß' ich! rief Chambion ſo laut, daß Garzweiler für gut fand, ihn ſchmeichelnd unterm Arm zu faſſen, und mit ſich nach der einſamen Waldhöhe zu führen. Der Pfarrer ſetzte aber unterwegs mit gedämpf⸗ ter Stimme ſein weinlauniges Schelten fort:

Meinſt du, ich ſoll ſchweigen? Nichts da! Du ſollſt mir gezwickt und gezwackt werden, Bürſchchen! Du ſollſt hören, was du Thor gern vergeſſen möchteſt, daß ein Jugendſtreich dein Weltglück gemacht hat. Ja, ja! Ohne die Backhausgeſchichte wärſt du nicht fortgejagt worden, ſondern für immer in der braunen Kutte ſtecken geblie⸗ ben, wärſt meinetwegen Lector, Quardian, Provinzial geworden, aber nicht dazu gekommen, die Jeſuiten aufzu⸗ ſuchen. Und denen warſt du ganz recht als ein hüb⸗ ſcher, unterrichteter, talentvoller Burſche. Dein Jugend⸗ ſtreich machte ſie nicht irre; im Gegentheil! Von einem ſo unternehmenden Menſchen verſprachen ſie ſich einen brauchbaren Beichtvater in adeligen Familien. Die from⸗ men Väter hatten ja doch auch die vertrocknenden Stamm bäume vornehmer Häuſer zu pflegen! Nicht wahr?

Er lachte ſchallend, wobei er den Freund neckiſch in