Teil eines Werkes 
2. Theil (1847)
Entstehung
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erleichterte mir bald den Kampf mit einem heißen Tem⸗ perament, und es war mein Stolz, mächtiger zu ſein, als alle die Schwächlinge der Prieſterſchaft, die ihrer Sinnlichkeit unterlagen, und den Uebermuth weltwirkſamer Kräfte vergeudeten. Die lockenden Träume der Liebe, die ſüßen Schwärmereien des einſamen Herzens gab ich um die glorievolle Sendung einer mächtigen Kirche, um die dünkelhafte Dienſtbarkeit politiſcher Intriguen dahin. Für hundert Entbehrungen, für Zwang und Erniedrigung ſteifte ich mich auf den Hochmuth, ein ungebeugter Mann, ein vielvermögender Prieſter zu ſein. Und dieſer Hoch⸗ muth iſt endlich Herr über mich ſelbſt geworden. Ich ſcheue mich, ich bange vor dem Bekenntniß eines Glückes, das noch aus der kurzen Zeit meiner wahren, unbeirrten Jugend herrührt, und das Geheimniß, das meine Schätze ſo lang gehütet hat, trotzt nunmehr ihrem Beſitzer.

Drittes Kapitel.

In dieſer mißmuthigen Betrachtung ward er von Freund Chambion unterbrochen, der ſich auch gleich in ſeiner fröh⸗ lichen Laune zu ihm ins Gras ſetzte. Ihm folgte der Schulmeiſter mit einem Henkelkorbe, aus dem der Pfarrer zwei geſiegelte Flaſchen und zwei geſchliffene Gläſer nahm Dieſe zwei geſiegelten alten Burſche, ſagte er lachend, waren mir in ihrem dunkeln Kellerwinkel ganz in Ver