Teil eines Werkes 
2. Theil (1847)
Entstehung
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Was iſt das nur? fragte er ſich mehr als einmal ſelbſt. Warum kann ich noch immer nicht zu einem Be⸗ kenntniß kommen, aus welchem mir das neue, edlere Glück meines Lebens erblühen, der ſelige Inhalt meiner Zukunft erwachſen ſoll? Ach, ich habe vielleicht ſchon dieſen Him⸗ mel verwirkt! Mir iſt oft zu Muthe, als dürft ich nur ſchweigend ſolchen Schatz beſitzen, als rufe mir eine innere Stimme zu, beim erſten Laut, womit ich ihn heben wolle, werd' er mir auf ewig entſchwinden. Aber, wie wäre das möglich? Iſt das nicht auch ein Aberglaube? Oder ſollte vielleicht für alle die Täuſchungen, in denen wir die Völker über das Höchſte und Heiligſte zu erhalten berufen ſind, uns zur Strafe der Fluch beſchieden ſein, daß Natur und Wahrheit ſich vor unſeren ſchwarzen Talaren ent ſetzen, und ſchaudernd entweichen, wenn wir mit den ge ſalbten Fingern nach ihnen reichen und greifen?

Albernheit, Wahnwitz! lachte er auf. Und ſtehe ich denn nicht jetzt umgekleidet da, ein ehrlicher, ſolider Pach⸗ ter? Nun ja, wenn ich denn Haus und Herd nicht be ſitzen darf, will ich ſie wenigſtens pachten.

Garzweiler lachte laut und rieb aus befangener Luſtig⸗ keit die Hände. Doch die Frage nach ſeiner ſeltſamen Angſt verließ ihn darum nicht; er kam immer wieter darauf zurück, und hielt noch manches Selbſtgeſpräch über ſeine Zweifel.

So ſtahl er ſich eines ſchwülen Nachmittags von

Tiſch in den Garten und warf ſich zwiſchen zwei Nuß⸗ bäumen in das ſchattige Gras. Eine Juliſtille herrſchte über den zirpenden Grillen im Graſe und über den ſum⸗ ſenden Bienen am blühenden Lindenbaume des nahen