Nektarkelch, du wareſt ſüß genug, Einen Strom des Lebens zu verſüßen, Sollt' er auch durch Weltenalter fließen.
Wehe mir! Seitdem du ſchwandeſt, trug Bitterkeit mir jeder Tag im Munde, „ Honig trägt nur meine Todesſtunde.
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Auf die Morgenröthe. Sonett.
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Wenn die goldne Frühe, neu geborey, Am Olymp mein matter Blick erſchaut, Dann erblaſſ' ich, wein' und ſeufze laut: Dort im Glanze wohnt, die ich verloren!
Grauer Tithon! du empfängſt Auroren Froh auf's neu', ſobald der Abend thaut; Aber ich umarm' erſt meine Braut An des Schattenlandes ſchwarzen Thoren.
Tithon! Deines Alters Dämmerung Mildert mit dem Strahl der Roſenſtirne Deine Gattin, ewig ſchön und jung:
Aber mir erloſchen die Geſtirne, Sank der Tag in öde Finſterniß, Als ſich Molly dieſer Welt entriß.
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