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Körners Gedichte
Entstehung
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Spät, wann dieſ' im Staubgewimmel Längſt des unwerths Vuße zahlt, Strahl' in dieß Panier gemahlt, Adonide, wie am Himmel

Dort die Halmenjungfrau ſtrahlt!

Erdentöchter, unbeſungen, Roher Faunen Spiel und Scherz, Seht, mit ſolchen Huldigungen Lohnt die theuern Opferungen Des gerechten Sängers Herz! Offenbar und groß auf Erden, Hoch und hehr zu jeder Friſt, Wie die Sonn' am Himmel iſt, Heißt er's vor den Edeln werden, Was ihm ſeine Holdin iſt.

Lange hatt' ich mich geſehnet; Lange hat ein ſtummer Drang Meinen Buſen ausgedehnet. Endlich haſt du ſie gekrönet Meine Sehnſucht, v Geſang! Ach! dieß bange ſüße Drütken Macht vielleicht ihr Segensſtand Nur der jungen Frau bekannt. Trägt ſie ſo nicht vom Entzücken Der Vermählungsnacht das Pfand?

Ah, nun biſt du mir geboren, Schön, ein geiſtiger Adon! Tanzet nun, in Luſt verloren, Ihr, der Liebe goldne Horen, Tanzt um meinen ſchönſten Sohn!