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Körners Gedichte
Entstehung
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Roſicht hebt es ſich und golden, Wie des Morgens lichtes Haupt, Seiner Jugend nie beraubt,

Aus dem Vette dieſer Holden, Mit verjüngtem Schmuck umlaubt.

Erd' und Himmel! Eine Solche Sollt' ich nicht mein eigen ſehn? üiber Nattern weg und Molche, Mitten hin durch Pfeil' und Dolche Konnt' ich ſtürmend nach ihr gehn. Mit der Stimme der Empörung Konnt' ich furchtbar: Sie iſt mein! Gegen alle Mächte ſchreyn; Tempel lieber der Zerſtörung,

Eh' ich ihrer mißte, weihn.

Ihrer Liebe Nertar miſſen, Hieß in dürren Wüſteneyn Einſam mich verlaſſen wiſſen, Und den Tod erſchmachten müſſen, In des Durſtes heißer Pein. Läßt die Strebekraft ſich dimpfen, Wenn wir dann, ſo weit wir ſehn, Nur noch Einen Quell erſpähn? Gilt was anders, als erkämpfen, Oder kämpfend untergehn?

Berr des Schickſals, deine Hände Wandten meinen untergang! Nun hat alle Fehd' ein Ende. Dich, o neue Sonnenwende, Grüßet jubelnd mein Geſang!