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Körners Gedichte
Entstehung
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Bald nachher zum Oberjäger erwählt, begleitete er ſeinen Major, vönPetersdorf, auf eie ner Geſchaͤftsreiſe, die ihn mehrere Tage früher, als ſeine Kampfgenoſſen, nach Dresden führte. Noch ein Mal druͤckte er Vater und Mutter, deren Segen er empfing, und alle ſeine Theuern an ſein flammendes Herz. Er ſchied, um ſie auf Erden nicht wieder zu ſehen!

Die Luͤtzow ſchen Jager zogen dann nach Leipzig, wo unſer Koͤrner Lieutenant wurde, von da uber Deſſau und Zerbſt bis in die Ge⸗ 8eion Lenzen, Hier ſchloß ſich die Freiſchaar

em Corps des Grafen von Walmoden an, ging mit vieſem über die Elbe, um die bei Danne⸗ berg ſtehendenFranzoſen anzugreifen, und wohn⸗

te. dem Gofecht an der Gorde(12. Mai) bei.

Koͤrner zeichnete fich aus. Die Franzoſen wur⸗ den geſchkagen; Walmoden hielt es jedoch nicht für rathſam, ſeine Vortheile weiterzu verfolgen⸗ und ging mit allen ſeinen Truppen am3 uͤber die

lbe zuruck. In Folge der Lutzener Schlacht an demſelben Tage ſah ſich das Lütoſberi⸗ volk unter Pekersdorfs Fuͤhrung in eine laͤſtige Jhatenloſigkeit verſetzt, und ſchwaͤrmte voll Un⸗ muth an der Elbe auf und ab. Tief empfand der kampfbegierige Korner das Druͤckende dieſer Lage; und kaum hatte er erfahren, daß Lützow mit ſeiner Reiterei, 4 Schwadronen Jaͤger und 5 Koſacken, einen Streifzug nach Thür ingen beabſichtigte, als er ſich dringend zum Dienſte bei der Cavallerie anbot, Lutzow, der ihn ſchaͤtzte, ewaͤhrte ihm die Bitte und ernannte ihn zu einem Adiutanten. Im Rücken des erbitterren Feindes zogen die ſchwarzen Reiter uͤher Eis⸗ leben, Burtſtädt und Schleitz nach Plauen; nicht ohne große Gefahr, denn dieſe Gegenden wim⸗