nicht leicht; aber war dieß gelungen, ſo faßte er ſchnell. Er erwarb ſich ſchone Kenntniſſe in der Geſchichte, Naturkunde und Mathema⸗ tit. Zur Erlernung von Sprachen hatte er weniger Anlage und noch weniger Neigung. Auffällend war ſein entſchiedener Widerwille gegen das Franzoſiſche.
Vielfältige gymnaſtiſche Uebungen machten aus dem ſchwächlichen Knaben allmaͤhlich einen kräftigen, gewandten, robuſten Jungling⸗ Kör⸗ ner galt fük einen raſchen Tänzer, dreiſten Rei⸗ ter, tuͤchtigen Schwimmer und befonders für
einen geſchickten Fechter. Feinere Drechsler⸗ arbeiten gelangen ihm gut, und er zeichnete mit Erfolg nicht nur Gegenſtaͤnde der Mathe⸗ matik, ſondern aich Landſchaften.
Aber in höherm Grade fand ſich bei ihm Sinn und TCalent fuͤr Muſik. Auf der Bioline verſprach er etwas zu leiſten, als ihn die Gui⸗ tarre mehr anzog, der er in der Folge getreu blieb. Seine Cither am Arm dachte er ſich gern zuruͤck in die Zeiten der Troubadours. eboch ſein herrſchender Frieb war ſehr fruͤh fuͤr die Dichtkunſt. Fuͤr dieſen fand er an⸗ fänglich bei ſeinem trefftichen Vater, der bloße Neigung für echten Beruf zu rechnen fuͤrchtete, keine Aufmunterung. Doch der jugendliche Muth achtete wenig darauf, wagte ſich viel⸗ mehr bald an ſchwierige Aufgaben.
Schiller und Göthe, Beide vertraute Freun⸗ de des Vaters und die Lieblinasdichter im al⸗ terlichen Hauſe, wurden fuͤr unſern Körner die eines ſolchen Schuͤlers wuͤrdigen Bildner. Schillers Balladen, wahrſcheinlich die erſten Gedichte, die er zu leſen bekam, erfuͤllten den hochherzigen, fuͤr alles Herrliche empfaͤnglichen


