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Aber der Jammer auch, wenn er nur naß iſt, gefaͤllt.
„Alſo ſieht man bei euch den leichten Tanz der Thalia Neben dem ernſten Gang, welchen Melpomene geht?“—
Keines von Beiden! Uns kann nur das Chriſtlich⸗Moraliſche ruͤhren Und, was recht populaͤr, haͤuslich und buͤrgerlich iſt.
„Was? Es duͤrfte kein Caͤſar auf euren Buͤhnen ſich zeigen, Kein Achill, kein Dreſt, keine Andromache mehr?“—
Nichts! Man ſiehet bei uns nur Pfarrer, Commerzienraͤthe, Fähndriche, Secretairs oder Huſarenmajors.
„Aber, ich bitte dich, Freund, was kann denn dieſer Miſere Großes begegnen, was kann Großes denn durch ſie geſchehn?“—
Was? Sie machen Kabale, ſie leihen auf Pfaͤnder, ſie ſtecken Silberne Loͤffel ein, wagen den Pranger und mehr.
„Woher nehmt ihr denn aber das große, gigantiſche Schickſal, Welches den Menſchen erhebt, wenn es den Menſchen zer⸗
malmt?“—
Das ſind Grillen! Uns ſelbſt und unſre guten Bekannten, Unſern Jammer und Noth ſuchen und finden wir hier.
„Aber Das habt ihr ja alles bequemer und beſſer zu Hauſe; Warum entfliehet ihr euch, wenn ihr euch ſelber nur ſucht?“—
Nimm's nicht uͤbel, mein Heros, Das iſt ein verſchiedener Caſus: Das Geſchick, das iſt blind, und der Poet iſt gerecht.
„Alſo eure Natur, die erbaͤrmliche, trifft man auf euren Buͤhnen, die große nur nicht, nicht die unendliche an?“—
Der Poet iſt der Wirth, und der letzte Actus die Zeche: Wenn ſich das Laſter erbricht, ſetzt ſich die Tugend zu Tiſch⸗


