Teil eines Werkes 
1. Band (1838)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

426 Das weibliche Ideal.

An Amanda.

Ueberall weichet das Weib dem Manne; nur in dem Hochſten Weichet dem weiblichſten Weib immer der maͤnnlichſte Mann. Was das Hochſte mir ſey? Des Sieges ruhige Klarheit, Wie ſie von deiner Stirn', holde Amanda, mir ſtrahlt. Schwimmt auch die Wolke des Grams um die heiter glaͤnzende Scheibe, Schdner nur macht ſich das Bild auf dem vergoldeten Duft. Duͤnke der Mann ſich frei! Du biſt es: denn ewig nothwendig Weißt du von keiner Wahl, keiner Nothwendigkeit mehr. Was du auch gibſt, ſtets gibſt du dich ganz; du biſt ewig nur Eines, Auch dein zarteſter Laut iſt dein harmoniſches Selbſt. Hier iſt ewige Jugend bei niemals verſiegender Fuͤlle, Und mit der Blume zugleich brichſt du die goldene Frucht.

.

Erwartung und Erfüllung · In den Ocean ſchifft mit tauſend Maſten der Juͤngling; Still, auf gerettetem Boot, treibt in den Hafen der Greis.

Das gemeinſame Schickſal. Siehe, wir haſſen, wir ſtreiten, es trennet uns Neigung und Meinung Aber es bleichet indeß dir ſich die Locke, wie mir.