Teil eines Werkes 
1. Band (1838)
Entstehung
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Schoͤnheit hat dein Herz verdorben, Dein Geſichtchen!— ſchäme dich! Morgen iſt ſein Glanz erſtorben, Seine Roſ' entblättert ſich. Schwalben, die im Lenze minnen, Fliehen, wenn der Nordſturm weht. Buhler ſcheucht dein Herbſt von hinnen, Einen Freund haſt du verſchmaͤht.

In den Truͤmmern deiner Schoͤne Seh' ich dich verlaſſen gehn, Weinend in die Blumenſeene Deines Mai's zuruͤcke ſehn. Die mit heißem Liebesgeize Deinem Kuß entgegenflohn, Ziſchen dem erloſchnen Reize, Lachen deinem Winter Hohn.

Schoͤnheit hat dein Herz verdorben, Dein Geſichtchen!— ſchäme dich! Morgen iſt ſein Glanz erſtorben, Seine Noſ' entblattert ſich— Ha! wie will ich dann dich hoͤhnen! Hoͤhnen? Gott bewahre mich! Weinen will ich bittre Thränen, Weinen, Minna! uͤber dich.