19
Glühſt du, Laura? Schwillt die ſtolze Bruſt? Lern' es, Mädchen, dieſer Trank der Luſt, Dieſer Kelch, woraus mir Gottheit duͤftet— Laura— iſt vergiftet! Ungluͤckſelig! ungluͤckſelig! die es wagen, Gdtterfunken aus dem Staub zu ſchlagen. Ach! die kuͤhnſte Harmonie Wirft das Saitenſpiel zu Truͤmmer, Und der lohe Aetherſtrahl Genie Nährt ſich nur vom Lebenslampenſchimmer— Wegbetrogen von des Lebens Thron, Frohnt ihm jeder Wächter ſchon! Ach! ſchon ſchworen ſich, mißbraucht, zu frechen Flammen Meine Geiſter wider mich zuſammen! Laß— ich fuͤhl's— laß, Laura, noch zween kurze Lenze fliegen— und dies Moderhaus Wiegt ſich ſchwankend uͤber mir zum Sturze, Und in eignem Strahle loͤſch' ich aus.——
Weinſt du, Laura?— Thraͤne, ſey verneinet,
Die des Alters Straf-Los mir erweinet! Weg! verſiege, Thraͤne, Suͤnderin!
Laura will, daß meine Kraft entweiche!
Daß ich zitternd unter dieſer Sonne ſchleiche, Die des Juͤnglings Adlergang geſehn?—
Daß des Buſens lichte Himmelsflamme
Mit erfrornem Herzen ich verdamme,
Daß die Augen meines Geiſts erblinden,
Daß ich fluche meinen ſchoͤnſten Suͤnden? Nein! verſiege, Thräne, Suͤnderin!—
Brich die Blume in der ſchoͤnſten Schdne,


