Darum, Laura, dieſes Glutverlangen,
Ewig ſtarr an deinem Mund zu hangen,
Und die Wolluſt, deinen Hauch zu trinken
In dein Weſen, wenn ſich Blicke winken, 5 Sterbend zu verſinken.
Darum fliehn, wie ohne Widerſtreben Sklaven an den Sieger ſich ergeben, Meine Geiſter hin im Augenblicke, Stuͤrmend uͤber meines Lebens Bruͤcke, Wenn ich dich erblicke.
Darum nur entlauſen ſie dem Meiſter, Ihre Heimat ſuchen meine Geiſter, Losgerafft vom Kettenband der Glieder, Kuͤſſen ſich die langgetrennten Bruͤder Wiederkennend wieder.
Und auch du— da mich dein Auge ſpaͤhte, Was verrieth der Wangen Purpurrothe? Flohn wir nicht, als waͤren wir verwandter, Freudig, wie zur Heimat ein Verbannter, Gluͤhend an einander?


