Teil eines Werkes 
1. Band (1838)
Entstehung
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Mild, wie, umweht von Elyſiumsluͤften, Wie, aus Auroras Umarmung geſchluͤpft, Himmliſch umguͤrtet mit roſigen Duͤften, Florens Sohn uͤber das Blumenfeld huͤpft, Flog er einher auf den lachenden Wieſen, Nachgeſpiegelt von ſilberner Flut, Wolluſtflammen entſprühten den Kuͤſſen, Jagten die Maͤdchen in liebende Glut.

Muthig ſprang er im Gewuͤhle der Menſchen, Wie auf Gebirgen ein jugendlich Reh; Himmel umflog er in ſchweifenden Wuͤnſchen Hoch, wie die Adler in wolkiger Hoͤh'; Stolz, wie die Roſſe ſich ſtraͤuben und ſchäumen, Werfen im Sturme die Maͤhnen umher, Koͤniglich wider den Zuͤgel ſich baͤumen, Trat er vor Sklaven und Fuͤrſten daher.

Heiter, wie Fruͤhlingstag, ſchwand ihm das Leben, Floh ihm voruͤber in Hesperus Glanz, Klagen ertraͤnkt' er im Golde der Reben, Schmerzen verhuͤpft' er im wirbelnden Tanz. Welten ſchliefen im herrlichen Jungen, Ha! wenn er einſten zum Manne gereift— Freue dich, Vater, des herrlichen Jungen, Wenn einſt die ſchlafenden Keime gereift!

Nein doch, Vater— Horch! die Kirchhofthuͤre brauſet Und die ehrnen Angel klirren auf—

Wie's hinein ins Grabgewoͤlbe grauſet!— Nein doch! laß den Thraͤnen ihren Lauf!