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Sepphoris und Rom : ein historischer Roman aus dem 4. Jahrhundert
Entstehung
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XIII

auch gegen das Judenthum und den es treu bekennenden Stamm wandte, und ihm das Bürgerrecht der irdiſchen Welt, das ihm der Römet eingeräumt, entzog, ſo alle An⸗ hänger desſelben theils grauſamer Verfolgung, theils noch grauſamerer Ausſchließung unterwerfend; auf jene Zeit, wo zugleich von Norden her ein neues, jetzt noch barbariſches Men⸗ ſchengeſchlecht in die alten Kulturſtätten eindrang, und auf den Trümmern einer verlebten Civiliſation einen neuen kräftigen, aber noch rohen Beſtand gründete, wo alſo Alles, was bis dahin geweſen und gegolten, zuſammenbrach, und die Ruinen nur den Boden für eine neue Pflanzung des menſchenge⸗ ſchlechtlichen Lebens hergaben. Wie auch unter ſolchen Kämpfen, Erſchütterungen, Umwälzungen und Wiedergebur⸗ ten, bei dem vernichtenden Andrang und der unermeßlichen Wucht ſo vieler feindſeligen Elemente der jüdiſche Stamm dennoch beſtehen blieb, ſich dennoch ein energiſches Leben wahrte, das damals noch viel weniger als ſpäterhin durch feſte, theils organiſche, theils verſteinte Formen zuſammen⸗ gebunden war? Dieſe ſchwierige Frage in ihren Haupt⸗ momenten zu beantworten, war die Aufgabe, die wir uns geſtellt, und ihre Beantwortung konnte der freien Waltung der Dichtung nur um ſo größere Schwierigkeiten ſchaffen. Wir konnten hier uns ſelbſt nur durch die Erwägung Muth einflößen, daß das vielfache Intereſſe, welches dieſer Vor⸗