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Geld von dem alten Kerl, dem Schulmeiſter geborgt
hätte, ſo müßte ja mein Schuldſchein da ſein! Das Weib da ſagt ja ſelbſt, ich hätte ihrem Vater einen Schein ausgeſtellt! Wo iſt der nun? Wenn Ihr einen hättet, würdet Ihr ihn ſchon lange gebracht ha⸗ ben! Alſo habt Ihr keinen, alſo iſt Euer ganzes Ge⸗ ſchwätz nichts wie unverſchämte Lüge, alſo ſeid Ihr Betrüger, die darauf ausgehen, mich zu prellen! Aber Ihr ſeid da an den Unrechten gekommen, und ich weiß ſchon, wie man mit Leuten Eures Gelichters umſprin⸗
gen muß! Jetzt zum letzten Male, packt Euch, oder
ich laſſe Euch hinaus werfen!“
„Wir gehen ſchon, Herr Baron,“ erwiederte Marie. „Wenn Sie es vor Ihrem Gewiſſen verantworten kön⸗ nen, mir in's Geſicht die Schuld abzuläugnen, nun denn, in Gottes Namen! Aber wir werden ja ſehen, ob Sie ſich nicht vor Gericht eines Beſſeren beſinnen werden! Leben Sie wohl, Herr Baron! Wir gehen, aber von hier aus graden Weges zum Amtmann!
„Meinetwegen zum Henker!“ ſchrie der Baron ihr nach. Marie aber nahm ruhig ihres Mannes Arm, und entfernte ſich.
„Ich hab' mir's faſt gedacht, daß es ſo kommen würde, Marie,“ ſagte Anton.„Er iſt ein gar böſer, alter Herr, der Baron, und du wirſt's erleben daß von jetzt an ein gar ſchwerer Druck auf uns laſten wird. Indeß: Füͤrchte Gott, thue recht, und ſcheue Niemand! Das ſei unſer Wahlſpruch. Es reuct mich nicht, daß wir dort waren, denn jetzt glaub' ich feſter, als jemals an die Wahrheit deiner ganzen Geſchichte. Wenn ſie nicht wahr wäre, wozu dann die Heftigkeit und der wilde, grimmige Zorn des alten Barons? Ich


