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fenheit als eine Abwehr, ein Palladium gegen das ſchändlichſte, abſcheulichſte aller Vergehen, gegen den Betrug. Betrug iſt das Schlangen⸗ gift in dem Biß des Laſters. Und wie Du von dieſer hier üblichen Sitte und Ehre nichts be⸗ greifeſt, ſo fordre nicht, daß Andere, daß dieſe hier Deine Sitte und Ehre begreifen und ehren! Ich weiß durch das Vertrauen meiner Wirthin, daß Erina weiß und fühlt: ſie iſt von Dir be⸗ logen, betrogen— durch Derne Geſundheit, über die ſie der Arzt getröſtet! Im Beſitz aller Schön⸗ heit, ſcheint ſie ſich, das heißt, in ihrem Herzen: iſt ſie verachtet, verhöhnt, verunehrt, als wäre ſie abſcheulich, häßlich, alt, voll Fehler, und krank an der Peſt! Und dieſe Schmach vergrößert ſie ſich durch ihre Güte, Neigung, ja ihre Liebe zu Dir! Schande ſetzt das zuſammengepreßte Herz, das bange und todte in Feuer und Glut und Wuth. Sie weiß auch von dem Mädchen, die das Wachs gepreßt, Deine nun noch Eiferſucht erregende Rede! Und bei uns im Hauſe hat ſie geſehen, wie meine Wirthin mich mit Geſchen⸗ ken ſogar überhäuft und mich faſt auf den Hän⸗ den trägt.——— Bewahre Dich!“
Das las ich, und in der Phädra! und blät⸗ terte darin, und las hie und da ein, das ver⸗


