211
hatte:„Ich habe vorhin unrecht geſagt, daß Ihr Beide Euch nicht zu viel auf Euch einbilden ſoll⸗ tet! Erſtlich ſeid Ihr Beide ein Paar der fein⸗ ſten jungen Männer— fein hat auch ſeine ſchöne Nebenbedeutung. Zweitens haben wir ſeit einer Million Jahre, wenn nicht länger, nicht hier droben geſtanden, wie die vier Haimonskin⸗ der. Wir Menſchen ſind alſo in der That eine ganz unglaubliche, herrliche Erſcheinung! Und wohl dem Menſchen, der den Menſchen ſo ſchaut, der ihn ſo ehrt! Und alſo werdet Ihr dort bei dem gaſtfreien Völkchen geehrt werden, das noch jeden Gaſt, wie einen Zeus in ſeiner eigenen Geſtalt ehrt. Dieſe Verehrung iſt beneidens⸗ werth. Fühlt das wohl! Fühlt wohl, daß ſie ehrenwerth iſt nach Eurer Art! Verſteht mich recht!“.
Und nun that er einen großen Blick in den Himmel, neigte das Antlitz, und flüſterte uns Homers Worte mit weichſter Stimme zu:
„Lebe nun wohl, auf immer, o Königin,
bis Dich das Alter
Leis beſchleicht und der Tod, die allen Men⸗
ſchen bevorſtehn!“
Er hatte ſchon ſein Pferd links gewendet, als er uns noch, wie zur Lehre S Warnung
14*


