Teil eines Werkes 
5. Theil (1839) Das Volk ohne Magen / Romane von Leopold Schefer
Entstehung
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Morgenſonne ſtand uns im Rücken, und erleuch⸗

tete vor uns und um uns das Land.— Vor uns öffnete ſich das Thal und das Flußgebiet des Hyllus und Hermus; zu unſter Linken das lange, grüne Bett des Mäanders, nun des Min⸗ ders; und rechts das unendliche, geſegnete Thal des Saharid! Ueber den Zaubergefilden lag ein Himmel, warmbrütend, wie über Sicilien, klar und gleichſam zum Fluge darin, zum Bade dar⸗ in einladend, daß mir die Augen darin vergin⸗ gen. Da ſtürzten Felſenwände jäh hinab, und in den alten Naturmauern öffneten ſich große Thore zu größeren Höhlen, ſchwarz beräuchert von den Hirten, die ihre tauſend Schafe und Ziegen vor den Wölfen oder den Gewittern hin⸗ eintrieben.— Dort lagerten ſich die Berge ge⸗ mächlich, und machten, wie Rieſen, es ſich be⸗ quem in dem Graſe und den Blumen des Lan⸗ des. Da drüben blinkten Waſſerfälle! Aber horch! nicht fern von uns ſtürzte der Wolkenquell ſchäumend hernieder, ach, wohin? Er wußte es nicht— und furchtlos, wie ein Kind, ſprang er doch froh in die ſchaudernde Tiefe! Fern, fern,

uer durch das Thal, zog, wie in einem Zauber⸗

ſpiegel für uns, ſo ſtill und ſchweigend, eine laute, ſpielende, flötende, läutende Karavane, de⸗